Parken leicht gemacht: Einparkhilfen zum Nachrüsten

Mit einer Einparkhilfe lassen sich Parkrempler elegant vermeiden

Oh-oh, beim Parken gerade das Fahrzeug hinter Ihnen „geküsst“? Ja, diese neue Autos sind teilweise äußerst unübersichtlich. Wohl dem, der eine oder gleich mehrere Einparkhilfen an Bord hat. Doch die lassen sich auch nachrüsten.

Parken leicht gemacht: Einparkhilfen zum NachrüstenRückfahrkamera über dem Kennzeichen ©flickr/ KlausNahr

Im Autozubehör-Handel oder auch in einem Car Hifi-Shop finden sich im Wesentlichen zwei Typen Einparkhilfen: Ultraschallbasierte Sensoren, deren unsichtbare Wellen das Umfeld abtasten. Je nach Modell geben sie die Nähe zu Hindernissen anhand von verschiedenen Farben auf einem eigenen oder aber dem Bord-Monitor des Fahrzeugs sowie mit Hilfe von unterschiedlichen Warntönen wieder. Die andere Art Einparkhilfe ist optischer Natur – die Rückfahrkamera. Beim Einlegen des Rückwärtsgangs zeigt sie ebenfalls auf einem separatem oder dem fahrzeugeigenen Bildschirm das Geschehen hinter dem Wagen an. Wofür auch immer Sie sich entscheiden, wenn Sie eine Einparkhilfe nachrüsten lassen wollen oder das nötige handwerkliche Geschick vorweisen können, diese Installation selbst vorzunehmen – nach einem vermiedenem Zusammenstoß hat sich das Gerät in den allermeisten Fällen bereits amortisiert.

Bei mangelnder Fachkenntnis Einparkhilfen nachrüsten lassen.

Wie auch immer sich die sensorgestützte Einparkhilfe nennen mag, sei es Parkpilot, Parkassistent oder auch Rückfahrwarner: Ihre Konstruktion ist identisch. Damit dem Fahrer die Abstände zu Bäumen, Pollern, Mauern und andren Verkehrsteilnehmern gemeldet werden können, müssen diese ermittelt werden. Dies geschieht über besagte Sensoren, die etwa so groß wie ein Zigarettenanzünder sind, und im Front- und Heckstoßstange eingebaut werden. Hierzu sind gemäß der Anleitung an bestimmten Löcher zu bohren. Wer Wert auf eine bessere Optik legt, kann die Oberfläche der Sensoren mit Reparaturlack aus der Sprühdose in Wagenfarbe versehen. So wirkt die Nachrüstung fast wie ab Werk. Die Verkabelung gemäß Anleitung ist etwas kniffliger und sollte bei eigener Unkenntnis der Materie besser einem Experten – womöglich dem Verkäufer des Gerätes – überlassen werden. Abhängig von der Fahrzeugbreite kommen pro Stoßstange zwei, vier oder gar sechs Sensoren zum Einsatz, wobei die meisten für Pkw gedachten Systeme über ein Sensorenquartett verfügen

Durchblick dank Einparkhilfe: die Rückfahrkamera

Wer eine Einparkhilfe ohne Bohren anbringen will, greift besser zur im Anschaffungspreis kostspieligeren Rückfahrkamera: Sie lässt sich oft dezent im Bereich der hinteren Nummernschildbeleuchtung anbringen und kann deren Kabellöcher mitnutzen. Weiterhin gibt es Systeme, bei denen das Kamerasystem in den Kennzeichenhalter integriert ist. Oft ist auch Infrarotlicht mit dabei, um diese Parkhilfe auch in der Nacht uneingeschränkt nutzen zu können. Der zum Betrieb nötige Strom wird wie den Ultraschallsystemen über das Kabel zum Rückfahrscheinwerfer bezogen. Eine Funk-Rückfahrkamera sendet ihr Bilder drahtlos an den zugehörigen Bildschirm, während kabelgebundene Systeme häufig den Bordmonitor nutzen können. Besonderer Vorteil der Funksysteme ist, dass sie dank genügender Reichweite auch In Anhängern oder Wohnwagen eingesetzt werden können. So gibt es beispielsweise Angebote, die zwei Kameras – eine für das Zugfahrzeug und eine für den Hänger – umfassen.