Welches Motoröl brauche ich?

So finden Sie das richtige Motoröl für Ihr Fahrzeug

Ohne Öl braucht ihr Motor bald die letzte Ölung – denn ungeschmiert zu arbeiten, verträgt er gar nicht. So finden Sie heraus, welches Motoröl Ihrem Triebwerk besonders gut tut.

Welches Motoröl brauche ich?Kratzer im Autolack ©flickr/daveynin

Öl Nachfüllen ist die eine Sache, ein ordentlicher Ölwechsel, bei dem auch gleich der Ölfilter ersetzt oder gesäubert wird, die andere. Irgendwann ist Nachkippen keine Option mehr, dann müssen Sie die Ölablassschraube öffnen. Ihr Bordbuch oder Ihr Bordcomputer sagt Ihnen, wann es soweit ist. Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie das passende Motoröl für Ihren Wagen finden. Nur damit kann er in jeder Situation korrekt laufen, und wird sich eines langen Lebens erfreuen. Das wussten auch die Hersteller, weshalb sie in den Bedienungsanleitungen Öltyp und -menge angaben. Bei einem neueren Fahrzeug sollten Sie daher keinerlei Schwierigkeiten haben, sich nach einem Preisvergleich ein hochwertiges Motoröl günstig zuzulegen. Wenn Sie ein Gebinde Motoröl kaufen, achten Sie darauf, dass Sie nicht am falschen Ende sparen und in Baumarkt oder Resterampe eine Plörre der untersten Preisklasse erstehen. Ein aktueller Motoröltest gibt Ihnen beim Kauf Hilfestellung.

Was bedeuten die Bezeichnungen von Motoröl?

Welches Motoröl ist Ihrem Aggregat denn genehm? Darf es Motoröl 5w40, Motoröl 10w40 oder lieber Motoröl 5w30 sein? Diese drei Spezifikationen werden recht häufig genutzt – doch was bedeuten sie überhaupt? Einbereichsöle werden im Format „SAE xx“ oder „SAE xxW“ (W für Winter) eingestuft. SAE steht dabei für die Society of Automotive Engineers, die diesen Standard 1911 festgelegt haben. Dabei stehen die niedrigeren Zahlen für dünnflüssige, die höheren für zähere Öle. Mit der Einführung der Mehrbereichsöle war diese Klassifikation nicht mehr nutzbar und wurde daher erweitert: Die Produktspezifikation Format lautet jetzt „SAE xxW-yy“. Dies besagt, dass das jeweilige Öl bei −18 °C die Eigenschaften eines Einbereichsöls der Viskosität SAE xxW aufweist, bei 99 °C wiederum die eines SAE yy-Öls. Zur Erhalt dieser Eigenschaft beinhalten Mehrbereichsöle Polymere, die ihre räumliche Struktur an die Temperatur anpassen. Zur Veranschaulichung: In kaltem Zustand sind die Ölmoleküle zusammengeknäuelt, mit zunehmender Hitze strecken sich die Moleküle immer weiter aus und steigern auf diese Weise die Reibung zwischen den Teilchen.

Öl kaufen: Welches Motoröl können Sie nutzen?

Ein preiswertes Standard-Mineralöl hat in der Regel die Viskosität SAE 20W-40 oder 15W-40. Hochwertige Synthetiköle sind inzwischen bei den Viskositätsbereichen 0W-20, 5W-50 und 10W-60 angelangt. Prinzipiell kann jedes Öl genutzt werden, das den vorgeschriebenen Bereich überstreicht. Ist ein 20W-40-Öl verordnet, wird der Motor auch ein 10W-40- oder 20W-50-Öl vertragen, ohne Schaden zu nehmen. Moderne Viertakter-Öle sind in der Regel Mineral- oder Synthetikgrundöle mit diversen Additiven. Letztere übernehmen Aufgaben wie etwa die Neutralisation von sauren Verbrennungsprodukten durch chemische Umwandlung oder zum Schutz der beweglichen Teile die Dispersion fester Stoffe wie Staub, Abrieb, Ruß und Asche. Wenn Sie unbedingt Motoröl mischen wollen, stellen Sie zunächst sicher, dass Sie mineralische und synthetische Motoröle nicht zusammenfügen. Öle mit API-Spezifikation müssen sich untereinander mischen lassen, die Qualität muss dann immer noch der des niedrigsten der enthaltenen Öle entsprechen. API-Sx stehen hierbei für Benzinmotoren-Öle, API-Cx für Selbstzünder-Schmierstoffe