Feuerlöscher im Auto – das gilt es zu beachten

Tipps zur Anschaffung von einem Kfz-Feuerlöscher

In ihrem Privatwagen unterliegen Sie anders als in vielen Nutzfahrzeugen keiner Feuerlöscher-Pflicht. Führen Sie freiwillig dennoch einen Feuerlöscher mit, haben Sie sich – so skurril das auch klingen mag – an gewisse Gesetze zu halten.

Feuerlöscher im Auto – das gilt es zu beachtenDas neue Mercedes Concept Coupé SUV ©2014 Daimler AG

Sie haben bereits einen Feuerlöscher im Auto oder wollen sich einen solchen anschaffen? Das ehrt Sie, können Sie doch für einen kleinen Betrag helfen, Ihre Sachwerte und die dritter vor dem Flammentod zu bewahren. Da die Feuerlöscher-Preise im Einzel- wie auch Fachhandel bei recht erschwinglichen zehn Euro. Als Kfz-Feuerlöscher eignet sich aufgrund der zu erwartenden verbrennenden Stoffe ein Gerät, das für die Brandklassen A (Feststoffe) B (Flüssigkeiten) und C (Gase) geeignet ist. Glauben Sie also nicht, dass Sie mit einer Dose Feuerlöschspray ausreichend gewappnet sind. Vielmehr ist ein ABC-Feuerlöscher das Objekt der Wahl: Sein Löschmittel, ein staubartiges weißes Pulver eignet sich bestens zur Bekämpfung von Fahrzeugbränden. Mit einem Pulverlöscher können Sie außerdem Ihr Elektro- oder Hybridauto ausstatten, denn die meisten dieser Löschapparate dürfen bei Bränden elektrischer Anlagen von bis zu 1.000 Volt eingesetzt werden. Auf solch hohe Voltzahlen kommt ein Elektrofahrzeug aber bei weitem nicht.   

Welche Kapazität sollte ein Feuerlöscher im Auto aufweisen?

Ein Feuerlöscher im Auto sollte aus nachvollziehbaren Gründen nicht schwer zugänglich wie etwa im voll gepackten Kofferraum in der Reserveradmulde untergebracht sein. Griffbereit lagern lässt sich ein Kfz-Feuerlöscher zum Beispiel unter dem Beifahrersitz. Beim Feuerlöscher Kaufen ist daran zu denken, dass die Dauer des Pulverausstoßes mitunter unrealistisch hoch eingeschätzt wird. So darf man bei einem 1-kg-Löscher mit rund sechs Sekunden, bei einem 2-kg-Feuerlöscher immerhin mit bis zu zwölf und bei einem 6-kg-Feuerlöscher mit maximal 23 Sekunden Löschdauer gerechnet werden. Im Pkw sollte man wenigstens einen 2-kg-Löscher mitführen, da mit einem kleineren – die der Kfz-Handel ebenfalls bereithält – ein ungeübter Nutzer kaum einen Löscherfolg erreichen kann. Ein 6-kg-Löscher muss aus Platzgründen wiederum in den Kofferraum wandern. Es schadet nicht, sich für erfolgreichen Brandschutz über die Anwendung zu informieren oder gleich an einer Feuerlöscher-Schulung teilzunehmen. 

Kfz-Feuerlöscher prüfen lassen, es droht Funktionsverlust

Ganz egal, ob Minimax-, Neuruppin-, Bavaria- oder Gloria-Feuerlöscher: Gemäß der Norm DIN EN3 soll man in der Regel vor Ablauf von zwei Jahren einen Feuerlöscher prüfen lassen. Die Überprüfung gilt nicht nur der ordnungsgemäßen Funktion vom Feuerlöscher, sondern kommt auch der Sicherheit des Benutzers zugute, da mit hohen Drücken gearbeitet wird. So stehen die für den Kfz-Gebrauch üblichen Löschmittel-Behälter aufgrund des geringen technischen Aufwands permanent unter hohem Druck und unterliegen folglich der Druckbehältergesetzgebung. Nachteilig wirkt sich aus, dass die Gefahr von geringen Undichtigkeiten am Löscher besteht: Verlässt das Treibgas als so genanntes Schleichgas unbemerkt den Metallkörper, verliert der Löscher seine Funktionstüchtigkeit.