Reifenbezeichnung – So entziffern Sie jede Markierung

Was bedeuten die Angaben auf meinem Autoreifen?

Autoreifen weisen auf ihrer Flanke eine ganze Reihe von Aufdrucken auf – und die geben neben dem Reifenhersteller über Etliches Auskunft. Wir erklären Ihnen im Folgenden so manche wichtige Reifenbezeichnung.

Reifenbezeichnung – So entziffern Sie jede Markierung145 R 13 - so werden Reifen heute nicht mehr bezeichnet ©flickr/

Besagt die Reifenaufschrift 285/45 R18 86H, dann ist dies wie folgt aufzuschlüsseln:

  • 285: Die nominelle Breite des unbelasteten Reifens an der breitesten Stelle – nicht etwa der Lauffläche – liegt bei 285 mm.
  • 45: Das prozentuale Verhältnis von Flankenhöhe zu Reifenbreite ist 45 %; in unserem Beispiel beläuft sich die Flankenhöhe folglich auf 128 mm (= 285 mm × 45 %). Ist diese Zahl, wie etwa bei der Reifenbezeichnung „155 R 15“ nicht vorhanden, so beträgt dieses Verhältnis 82 Prozent. Dies kommt ausschließlich im 80er Bereich vor.
  • R: Die Reifenkarkasse verfügt über eine radialen Aufbau. Ein D weist auf die veraltete diagonale Bauweise hin, die gemäß laut ECE 30 nicht gekennzeichnet zu werden hat.
  • 15: Der nötige Felgendurchmesser für diesen Autoreifen ist 15 Zoll.
  • 86: Der Tragfähigkeitsindex ist 530 kg.
  • H: Der Geschwindigkeitsindex gebietet ein maximales Tempo von 210 km/h.

Die UTQG-Reifenbezeichnung

Das UTQG-Einstufung (Uniform Tire Quality Grade) wird vom US-amerikanischen DOT (Department of Transport) vorgenommen und weist das Leistungsniveau von einem Autoreifen Reifens entsprechend drei verschiedener Kriterien an. Es ist in drei Punkte gegliedert:

  • Die Treadwear-Angabe informiert über das Verschleißverhalten des Reifens im Vergleich zu einem „Normreifen“. Der Treadwear-Referenzwert ist 100. Wird ein Autoreifen mit dem Wert „Treadwear 300“ versehen, so nutzt er sich dreimal langsamer ab als ein Normreifen. Es darf also mit der dreifachen Laufleistung gerechnet werden. Ein moderner Pkw-Reifen für den Alltag verfügt über einen Treadwear-Wert von cirka 250 bis 400. Der Treadwear-Wert erstreckt sich von 60 bis 620.
  • Der Traction-Wert gibt Aufschluss über die Haftungseigenschaften auf nasser Fahrbahn. Die Haftungswert stufen sich in AA, A, B und C ab, wobei C den schlechteste erlaubten Wert darstellt.
  • Die Temperaturkennung legt mit den Lettern A, B und C dar, wie gut der Reifen die durch Rollreibung und Walkarbeit erzeugte Hitze abzuführen vermag. Ein Reifen mit der Spitzenkennung A ist also wesentlich temperaturbeständiger als ein Reifen der untersten Klasse C.

Beim Autoreifen Wechseln auf folgende Kleinigkeiten achten

Unter anderem gibt es noch folgende weitere Reifenkennzeichnungen:

  • SFI steht für „side facing inwards“, die Innenseite von asymmetrischen Reifen, während SFO für „side facing outwards“ die Außenseite asymmetrisch profilierter Reifen kennzeichnet. Hierauf ist speziell beim Wechsel von Winter- auf Sommerreifen Rücksicht zu nehmen.
  • Ein kleiner Pfeil auf dem Reifen weist auf dessen Rollrichtung hin. Dieser Reifenkennzeichnung ist ebenfalls beim Tausch von Sommer- auf Winterreifen Beachtung zu schenken.
  • SST weist auf einen Self Supporting Tire hin, also einen Run-Flat Reifen mit verstärkter Seitenwand. Ähnliches besagt ZP – diese Abkürzung steht für Autoreifen mit Notlaufeigenschaften bei „Zero Pressure“, also bei Reifendruckverlust.