Winterreifen im Sommer – Warum Sie unbedingt mit Sommerreifen fahren sollten

Rechtzeitiger Reifenwechsel spart bares Geld

Gehorsamst der Winterreifenpflicht Folge geleistet und Reifen mit dem Schneeflockensymbol aufgezogen? Prima, doch irgendwann ist es auch wieder Zeit für Sommerreifen.

Winterreifen im Sommer – Warum Sie unbedingt mit Sommerreifen fahren solltenWinterreifen verlängern den Bremsweg ©Continental AG 2014

Im Gegensatz zur Winterreifenpflicht besteht eine solche für Sommerreifen in Deutschland  nicht. Doch durch rechtzeitiges Reifen Wechseln lässt sich auch hier kinderleicht ordentlich Geld sparen. Nicht wie im Winter durch vermiedene Bußgelder, sondern durch reduzierten Verbrauch und verringerten Reifenabrieb. Die für Straßenverhältnisse ohne Schnee und Eisglätte konzipierte Gummimischung ist angesichts der tiefen Temperaturen weicher – und genau daher führen Winterreifen im Sommer zu unnötig hohem, um rund 15 Prozent gesteigertem Spritverbrauch. Dementsprechend weisen Autoreifen für den Sommer eine wesentlich härtere Gummimischung auf, die auch bei hohen Temperaturen nicht zu weich wird; auch bei reichlichem Tempo fällt die Abnutzung vergleichsweise gering aus. Darüber hinaus zeigen Winterreifen bei frühlingshafter und sommerlicher Witterung gegenüber Sommerreifen auf trockener Straße deutlich schlechtere Fahreigenschaften. So nimmt zum Beispiel sehr zum Nachteil der Sicherheit der Bremsweg an Länge zu.

Für Winterreifen im Sommer gibt’s kaum eine Entschuldigung

Sportlich orientierte Fahrer sehen dem Reifenwechsel auf Sommerpneus nicht nur wegen der ob des feineren Profils geringeren Abrollgeräusche auch aus Gründen der gesteigerten Fahrdynamik mit Freude entgegen. Denn vor allem in Kurven vermitteln Winterreifen im Sommer dem Fahrer dann ein schwammiges Gefühl. Das trifft in besonderem Maße für schwer beladene Pkw, etwa bei einer Urlaubsreise, zu. Der Reifenhersteller Continental hat neben den längeren Bremswegen auch die geringeren Leistungswerte in einer entsprechenden Studie bewiesen. Konkret heißt das zum Beispiel: Bereitet ein Ausweichmanöver mit Sommerreifen bei Tempo 120 keinerlei Probleme, können Winterreifen im Sommereinsatz den Kontakt zur Straße schon bei 100 km/h einbüßen. Im Gegensatz zu Winterreifen ist es bei ihren Sommerpendants übrigens nicht gestattet, Modelle mit Geschwindigkeitsindex unterhalb der bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit anzubringen. Allenfalls aus finanziellen Gründen ist es denkbar, dann nicht auf Sommerpneus zu wechseln, wenn die Winterreifen das effektiv nutzbare Profil von vier Millimetern unterbieten, das gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern aber noch nicht unterschreiten.

Ostern steht der Reifenwechsel auf Sommerreifen an

Winterreifen im Sommer sind grundsätzlich weder der Sicherheit und dem Füllstand im Geldbeutel förderlich. Als grober und nicht verbindlicher Richtwert gilt, die Sommerpneus von O bis O, also von Ostern bis Oktober zu montieren. Wer zum Reifenwechsel aus irgendwelchen Gründen zu bequem ist, kann auch sogenannte Ganzjahresreifen oder Allwetterreifen der Bezeichnung gemäß das ganze Jahr lang bei jedem Wetter fahren. Das Material und die Ausstattung ist also ein Kompromiss zwischen Winterreifen und Sommerreifen. Und wie es für Kompromisse üblich, ist müssen zur Erfüllung eines gemeinsames Ziel an beiden Seiten Abstriche gemacht werden. So wie es besser ist, im Sommer Sommerreifen zu fahren, kann der Einsatz von Ganzjahresreifen bei sehr starken winterlichen Verhältnissen nicht ausreichend sein. Die Verwendung von richtigen Winterreifen für die kalte Jahreszeit ist folglich anzuraten. Ganzjahresreifen eignen sich vor allem für Regionen mit milden Witterungsverhältnissen und niedrigen Temperaturunterschieden.