Inzahlungnahme bei Gebrauchtwagen

Inzahlungnahme im Autohaus

Wer sich für den Kauf eines Neuwagens entscheidet, der steht oft vor der Frage: Wohin mit dem Gebrauchtwagen?

Seit der Einführung der Abwrackprämie haben sich viele Autokäufer dazu entschieden, ihren Gebrauchtwagen auf dem Schrottplatz entsorgen zu lassen und die € 2.500 Abwrackprämie zu kassieren, als diesen noch frei zu verkaufen, bzw. bei ihrem Autohändler in Zahlung zu geben, auch dann, wenn sie mit Verhandlungsgeschick wesentlich mehr als € 2.500 hierfür bekommen hätten.

Gebrauchtwagen im Autohaus in Zahlung geben

Viele Autohäuser zeigen sich nämlich für die Inzahlungnahme bei Gebrauchtwagen sehr dankbar. Zum einen ist der Neuwagenpreis schon so kalkuliert, das hier kaum ein Verlust für den Verkäufer entsteht, des weiteren kann dieses Fahrzeug je nach Alter und Aussehen gewinnbringend weiterverkauft werden, zum anderen, wenn das Fahrzeug in keinem verkaufsfähigen Zustand mehr ist, erhalten diese regelmäßig Besuch von Autoankäufern aus dem nahen Osten, bzw. aus Afrika, wo diese Fahrzeuge noch ohne weiteres fahren dürfen, da es weder TÜV, Dekra, noch sonstige dementsprechende Überwachungseinrichtungen dort gibt. Vor allem können die Fahrzeuge dort rentabel repariert werden. Wenn Sie beim Autohändler mehr Gewinn herausschlagen wollen, bringen sie neben ihrem Fahrzeug folgendes mit:

  • Scheckheft – scheckheftgepflegte Fahrzeuge weisen darauf hin, dass das Auto neben allen inspektionen auch sonst gut behandelt wurde
  • TÜV und ASU – Hat Ihr Auto gerade TÜV und ASU erfolgreich absolviert, steht es als nachweislich fehlerfreier Wagen in der Käufergunst besser dar.
  • Reparatur-Belege – Sie lassen Rückschlüsse auf den allgemeinen Zustand des Autos zu, positive wie negative
  • Sauberkeit – Entfernen Sie jegliche Hinterlassenschaften aus Innen- und Kofferraum, saugen und wischen Sie diese ferner aus. Waschen Sie den Wagen und polieren Sie den Lack. Sorgen Sie für einen neutralen Geruch.

Was ist bei der Inzahlungnahme eines Gebrauchtwagens weiterhin zu beachten?

Zunächst einmal sollte man die bereits vorher angesprochenen Aspekte berücksichtigen. Denn nur wer weiß, was sein Gebrauchtwagen wert ist, der kann mit dem Ankäufer einen guten Tarif aushandeln.

Wer auf Nummer sicher gehen will, der sollte das Fahrzeug vorher abmelden und dann mit Brief und Abmeldebescheinigung übergeben. Das sichert vor unliebsamen Überraschungen. Sollte zum Beispiel ein Verkehrsverstoß oder gar ein Unfall mit dem Fahrzeug geschehen, so braucht die eigene Haftpflichtversicherung hierfür nicht aufzukommen. Probe- und Überführungsfahrten können mit einem roten Kennzeichen erledigt werden.