Unfallwagen verkaufen – so bringen Sie Ihr Fahrzeug an den Mann

Was sollten Sie beim Verkauf Ihres Unfallautos unbedingt beachten?

Sie wollen Ihren Unfallwagen verkaufen, um Platz für unbeschädigten Ersatz zu haben und noch einige Euros zu machen? Gut so, aber beachten Sie bitte einige Punkte. Dass das Auto trotz Unfallschaden unbedingt abzumelden ist, ist nur der erste.

Unfallwagen verkaufen – so bringen Sie Ihr Fahrzeug an den MannIst das der einzige Schaden an Ihrem Unfallwagen? ©flickr / Cha

Bevor Sie Ihren Unfallwagen verkaufen, sollten Sie recherchieren, ob Sie das in Mitleidenschaft gezogene Fahrzeug am Stück oder in Teilen auf dem Automarkt feilbieten. Gerade bei älteren Gebrauchtwagen, denen ein Totalschaden bescheinigt wurde, kann es lohnender sein, begehrte Teile wie Motor, Getriebe, Scheiben, Innenausstattung, Beleuchtungsteile, Auspuffanlage, Räder, Türen und Hauben einzeln zu offerieren. Durchstöbern Sie Online-Autoteile-Börsen oder fragen Sie Ihren Autoverwerter, was zum Beispiel Ihr Motor samt Auspuffsystem bei ihm kosten würde. Anhand dieser Daten können Sie kalkulieren, auf welche Weise Sie beim Verkauf Ihres Unfallautos besser fahren. Steht nicht zu vermuten, dass es Ihr Unfallauto jemals wieder mit vertretbarem Aufwand auf die Straße schafft, scheuen Sie sich nicht, es als Teileträger anzubieten – Schrauber freuen sich!

Attraktive Unfallwagen verkaufen sich problemlos

Vor dem zu späten Bremsen stand Ihr junger Gebrauchter ohnehin auf der Abschussliste, und nun müssen Sie ihn als Unfallwagen verkaufen? Auch wenn Frontmaske, Motorhaube, Kotflügel und womöglich die Scheinwerfer Schaden genommen haben, stellt Ihr Unfallauto immer noch einen recht beträchtlichen Wert dar – und das sollten Sie auf dem Automarkt auch so herüberbringen! Reinigen Sie das Fahrzeug innen und außen genauso gewissenhaft, wie Sie es bei einem unfallfreien Gebrauchtwagen tun würden. Das Auge kauft ja schließlich mit, und der erste Eindruck zählt. Dies gilt umso mehr, wenn Sie Ihren Unfallwagen verkaufen und wissen, dass er ohne größere Arbeiten wie etwa einem Besuch auf der Richtbank schnell wieder auf die Straße zu bringen ist und dort wegen seines jungen Alters noch einige Jahre vor sich hat. Machen Sie sich vorher kundig, wo genau die Schäden liegen und was deren Ausbesserung kostet, um derartige Fragen beantworten zu können Verkaufsstichwort: Bastlerfahrzeug

Verschweigen Sie keine Beschädigung des Unfallautos

Ehrlichkeit ist das A und O, wenn Sie ihren Unfallwagen verkaufen wollen: Hat Ihr Fahrzeug kürzlich einen noch deutlich sichtbaren Frontalschaden erlitten, ist klar, dass Sie den nicht verschweigen können und wollen. Schließlich weist das quasi unabdingbare Foto in Ihrer Verkaufsanzeige, egal ob online oder in einem Magazin, idealerweise darauf hin. Einen früheren, längst verbesserten Heckschaden dürfen Sie derweil aber nicht unter den Tisch fallen lassen, nur weil Sie das Fahrzeug ohnehin als Unfallwagen anbieten. Eine Werkstattrechnung belegt dabei, eine sachgemäße Behebung. Kommen Sie bei einem an sich fahruntüchtigen Unfallwagen, der nach einer Frontalkollision etwa einen Kühlerschaden hat, nicht auf die Idee, das Fahrzeug als fahrtüchtig anzubieten, nur weil es mit Schrittgeschwindigkeit aus eigener Kraft rollen kann. Halten Sie beim Verkauf des Unfallautos alle Schäden im Vertrag redlich fest. Nur so kann Ihnen im Nachhinein kein unzufriedener Käufer einen Strick drehen.