Alfa Romeo

Zwischen Ferrari und Fiat

Auch wenn manche über teure Ersatzteile und einen hohen Verschleißgrad klagen: Alfa Romeo genießt mit seinen optisch und technisch betont sportlichen Modellen einen besonderen Ruf unter den Automarken.

Die Lieblingsmarke des Fernsehdetektivs „Mattula“ aus „ein Fall für zwei“ existiert seit 1920. Ihr Name setzt sich zusammen aus „Società Anonima Lombarda Fabbrica Automobili“, kurz Alfa, und dem Namen des Ingenieurs Nicola Romeo, dessen Firma die seit 1906 existierende Keimzelle des Unternehmens nach dem Ersten Weltkrieg übernahm. Spätestens seit den Fünfziger Jahren ist Alfa Romeo bekannt für elegante und sportliche Limousinen. Noch heute sind etwa Vertreter der „Guilia“-Baureihe, der in der Ausführung als Cabrio, Coupé und viertüriger Limousine, auf deutschen Straßen zu sehen. In diesem Modell wurde bereits die Technologie der oben liegenden Nockenwellen verwendet, ein bis heute in Alfa-Modellen zu findendes Markenzeichen. Der wohl bekannteste Alfa ist jedoch der Spider mit seiner spitz zulaufenden Frontpartie und der Scheinwerferabdeckung (bei den früheren Modellen). Der Spider wurde in seiner klassischen Form zwischen 1996 und 1993 in einer Stückzahl von ca. 120.000 Modellen produziert und ist auch heute noch auf dem Gebrauchtwagenmarkt vertreten. Alfa will diese Erfolgsgeschichte momentan mit dem 8C Competizione Spider weiterschreiben.

Alfa Romeo konzentriert sich seit jeher auf ein vergleichsweise enges Marksegment, kleine bis mittelgroße Limousinen für gehobene Ansprüche und kleinere Sportwagen. In der Produktion sind mit dem Spider und dem Breva zurzeit zwei Sportwagen. Der Alfa 147 ist ein ebenfalls recht sportlicher Kleinwagen, der für unter 20.000 Euro zu haben ist. Der 159, ein Kombi, und die Limousine 166 sind die zurzeit größten Alfas.

Wie alle italienischen Autohersteller legt auch Alfa Romeo großen Wert auf das Design. Zwar ist das Unternehmen seit Mitte der Achtziger Jahre im Besitz von Fiat, verfügt jedoch weiterhin über eine eigene Design-Abteilung. Allein die Frontpartie mit dem schildförmigen Kühlergrill gibt den Modellen der Marke einen hohen Wiedererkennungswert. Das Alfa-Emblem ist übrigens das historische Stadtwappen von Mailand, der Heimatstadt des Unternehmens. Anders als Ferrari werden auch die sportlichen Alfas nicht nur in „rosso“ (rot) lackiert, sondern ebenso häufig in gelb oder schwarz. Trotzdem hat die Marke seit Jahrzehnten auch einen eigenen Rotton geprägt, der etwas dunkler als jener der Ferraris ist. Alfa wirbt auch seit jeher mit einer innovativen Motortechnologie. Die Twin-Spark-Motoren etwa verfügen über je zwei Zündkerzen pro Zylinder.
In den letzten Jahren ist Alfa Romeo, sicherlich auch bedingt durch Konkurrenzerwägungen des Mutterunternehmens Fiat, seiner traditionell eng gefassten Modellpolitik treu geblieben; den in Deutschland grassierenden Trend zu SUV bzw. Geländewagen hat man in Mailand nicht mitmachen wollen. In der aktuellen Modellpallette mit acht Typen finden sich zwei kleinere Sportwagen, der neue Spider und der Brera. Die derzeit größten Modelle sind der 159 Sportwaggon, ein Kombi, und die Oberklasselimousine 166. Allen Modellen gemein ist nach wie vor die betont sportliche Linie.