Cadillac

American Lifestyle

Cadillac ist so etwas wie das US-amerikanische Pendant zu Mercedes. Wohl deshalb kennt man in Deutschland diese Marke eher nur vom Namen her.

Als einer der ältesten US-amerikanischen Autohersteller stellte Cadillac seinen ersten Wagen bereits 1902 vor. 1909 übernahm General Motors die Marke. Die Markenstrategie der Mutterfirma bestimmte, dass Cadillac fortan die oberen Marktsegmente bedienen sollte. Das hieß in Amerika seit jeher, große Wagen mit zum Teil vollkommen überdimensionierten Motoren und einem barocken Design herzustellen. Eines der wichtigsten Stilelemente bei Cadillac in der Nachkriegszeit war sicher die Heckflosse, die den Umfang des Wagens deutlich größer erscheinen ließ. Die Motorleistung der Modelle stieg bis zu den Siebziger Jahren bis in heute (zumindest in Deutschland) unvorstellbare Dimensionen. Bereits Ende der Sechziger Jahre baute Cadillac Maschinen mit bis zu 7.7 Litern Hubraum und 400 PS in seine Wagen ein. Erst die Ölkrise 1973 und die auch in den USA zunehmende staatliche Regulierung setzte dieser Entwicklung ein jähes Ende.

Die Modellpolitik von Cadillac hatte zwei gravierende Nachteile. Einerseits gelang es nicht, in Europa und Japan nennenswerte Verkaufserfolge zu erzielen. Vielmehr stellen die Hersteller aus diesen Ländern eine immer größer werdende Konkurrenz auf dem Heimatmarkt USA dar. Spätestens in den Achtziger Jahren hatten sich etwa BMW und Toyota mit ihren mehr auf Effizienz getrimmten Modellreihen hier etabliert. Zudem wandte sich der Zeitgeist gegen die Chromorgien an den Karosserien früherer Cadillacs. Als Reaktion auf diese Probleme erschienen zurückhaltendere Modelle wie etwa das Cabrio Allanté von 1987. Auch heute riskiert Cadillac nicht, als Mauerblümchen angesehen zu werden. Prägendes Designelement der aktuellen Modelle sind die großen Frontscheinwerfer, deren Einfassungen die Form eines aufrechten Rechtecks habe.

Die Marke bietet keine Kleinwagen an, sondern startet mit dem in Schweden hergestellten BLS in der unteren Mittelklasse. Der XLR ähnelt dem S-Klasse Cabrio von Mercedes und ist wohl auch deswegen auf deutschen Straßen kaum vertreten. Natürlich darf auch ein SUV im Angebot eines US-Herstellers nicht fehlen. Bei dem SRX handelt es sich um ein reinrassiges Luxusgefährt, das sich kaum zum Geländeeinsatz eignen dürfte. Das Äquivalent zur S-Klasse-Limousine bei Cadillac ist der DTS, zur Zeit der Marktführer in diesem Segment in den USA.