Jeep

The Original

Der Begriff „Jeep“ ist heute als Gattungsname für Geländewagen bekannt. Der gleichnamige Hersteller profitiert davon gewaltig.

Der erste „Jeep“ war ein echtes Spinn-Off-Produkt. So werden Produkte bezeichnet, die zu militärischen Zwecken entwickelt, aber später dann für zivile Zwecke vermarktet werden. Im Zweiten Weltkrieg nutzte die US-Armee den „Willys MB“ genannten kleinen Geländewagen. Die Herstellerfirma Bantam hatte nach dem Krieg also ein fertiges und einsatzerprobtes Produkt anzubieten. Auf Grund des allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwungs konnten sich viele Privatleute und zivile Einrichtungen nun ein solches Fahrzeug leisten. In den folgenden Jahrzehnten war der Jeep insbesondere in ländlichen Gegenden beliebt.

Interessante Derivate des Originalmodells waren beispielsweise eine zum Pick-Up verlängerte Campingversion mit einer kleinen Kajüte auf der Ladefläche. Der bekannte Markenname war eine wichtige Grundlage für die Einführung größerer Allradmodelle in allen bekannten Formaten. Ein großer Erfolg war etwa der ab 1974 hergestellte Jeep Cherokee, ein zwei- bzw. viertüriger SUV, der jedoch voll geländegängig war. Auch für den ersten Jeep gab und gibt es im „Wrangler“ einen Nachfolger. Die große Bodenfreiheit und die nur durch eine Plane überdachte kleine Ladefläche (zweitürige Version) weisen ihn als echten Off-Roader aus. Daneben bietet Jeep auch Cross-Over-SUVs an, die für den reinen Straßengebrauch geeignet sind. Hier ist vor allem der Grand Cherokee zu nennen, dessen Vorgänger in den Neunziger Jahren einer der ersten erfolgreichen Straßen-SUVs in Deutschland war. Auch hier jedoch sind klassische Geländewagenmerkmale wie etwa ein dreifaches Sperrdifferential vorhanden.