Lada

Die Holzklasse

Für einen Lada muss niemand mehr als 10.000 Euro bezahlen. Dafür haben die Modelle aber auch eine mäßig emotionale Ausstrahlung.

Lada ist der Markenname, unter dem die Modelle des russischen Herstellers AvtoVaz im Ausland vertrieben werden. 1971 begann die Auslieferung der ersten Modelle, nachdem die Sowjetunion ein Kooperationsabkommen mit Fiat geschlossen hatte. Die ersten Lada basierten technisch und optisch ganz auf dem Fiat 124. Bis in die späten Achtziger Jahre hinein sollte die kantige Karosserie des Lada Niva, eine Weiterentwicklung des ersten Modells, das Markenimage von Lada im Ausland bestimmen.

Nach der Wende erlebte die Marke eine kurzzeitige Blüte auch in Westdeutschland. Vor allem die Kompaktlimousine Samara, deren Motor in Kooperation mit Porsche entwickelt worden war, konnte sich gegen das schlechte Image der osteuropäischen Autoproduktion behaupten. Bisher ist dieser Erfolg jedoch ohne Nachahmer geblieben, nachdem die Produktion des Samara 2004 eingestellt wurde. Die aktuelle Modellpalette bietet neben dem SUV Niva vier Limousinen der Kompakt- und Mittelklasse sowie einen Kombi. Gemeinsam sind diesen Wagen eine äußerst sparsame Motorisierung und ein mäßig modernes Design. Lada kann zudem nicht mit technischen Besonderheiten aufwarten, wie sie andere Hersteller zur Profilierung ihrer Marke entwickelt haben. Hier zeigt sich, dass die Modelle auch heute vor allem für die eher zahlungsschwache Kundschaft in Russland und dem übrigen Osteuropa konzipiert werden. In Deutschland und Westeuropa erhält man übrigens leicht abgewandelte Modelle, deren Motorisierung den EU-Abgasnormen angepasst wurde.

Der Lada Niva ist ein klassischer Geländewagen, der jedoch im Innenraum recht geräumig ist und Platz für zwei weitere Personen und Gepäck bietet. Technisch muss das Modell als vollkommen veraltet gelten, denn seit der Markteinführung in den Siebziger Jahren nicht einmal ein nennenswertes Face-Lift der Karosserie erfolgt. Mit einem Kaufpreis um die 10.000 Euro ist der Niva dafür konkurrenzlos billig, und dürfte auch eventuelle zukünftige Konkurrenten aus Fernost mühelos ausstechen.