Maserati

Im Zeichen des Dreizacks

Nur einige tausend Fahrzeuge verlassen die Produktionsanlage von Maserati im italienischen Modena jährlich. Mit einem eleganten Design und sportlichen Qualitäten hat sich die Marke trotzdem einen hohen Bekanntheitsgrad erarbeitet.

Die Produktion von Straßenwagen mit dem Markennamen Maserati ist 1926 von Diatto Maserati, dessen fünf Geschwister wie er im Autorennsport aktiv waren, in Gang gesetzt worden. 1937 wurde das Unternehmen verkauft, und ging seitdem durch die Hände von vier anderen Autoherstellern. Als sehr kleine Manufaktur war Maserati von wirtschaftlichen Problemen wie während der Ölkrise besonders schwer getroffen worden. Als Antwort darauf verlegte sich die Marke immer mehr dazu, statt reinrassigen Straßenrennwagen mit Mittelmotor sportliche Luxuslimousinen herzustellen.

Eine bemerkenswerte Blüte dieser Bemühungen war der Quattroporte. Dieser Sportwagen mit vier Türen wurde 1963 in der ersten Generation vorgestellt und war mit einer Spitzegeschwindigkeit von 200 km/h seiner Zeit voraus. Maserati ist dieser Modellreihe bis heute treu geblieben. Dass es einen Markt für solche „Familiensportwagen“ gibt, beweist nicht zuletzt die Einführung der ganz ähnlichen CLS-Klasse von Mercedes vor einigen Jahren. Der aktuelle Quattroporte (5. Generation) ähnelt auf Grund der sportlichen Linienführung im Design noch deutlich weniger typischen Viertürern als seine Vorgänger. Der begrenzte Absatz zwingt Maserati dazu, seine Modellpalette stark zu begrenzen. Lediglich ein Rennwagen befindet sich im Angebot. Dies liegt vermutlich darin begründet, dass Maserati zwischenzeitlich im Besitz von Ferrari war. Als Ergänzung zu dessen Angebot passten Luxusfahrzeuge besser als Rennwagen. Die Marke punktet stattdessen mit besonderer Rücksichtnahme auf die Fahrzeugästhetik. Jeden Maserati macht zunächst der überdimensionierte Kühlergrill mit dem Dreizack unverwechselbar. Dazu werden jedem Kunden angeblich vier Millionen [Firmenwebsite, www.maserati.de] verschiedene Kombinationen für die Innenausstattung und die Lackfarbe geboten. Zum Standard gehört die Verwendung hochwertigen Leders, aber auch von Kohlefaserstoffen im Innenraum.

Zurzeit bietet Maserati sechs verschiedene Modellreihen an. Der zweisitzige Supersportwagen MC 12 fällt hier etwas aus dem Rahmen, seine kompromisslose Optik lässt kaum vermuten, dass für dieses Gefährt tatsächlich eine Straßenzulassung vorliegt. Neben dem bereits erwähnten Quattroporte dürfte der Granturismo die meisten Käufer finden. Dieses elegante Sportcoupé wird sicher nicht umsonst von Maserati mit einer eigenen Website (www.granturismoisback.com) beworben. Im weiteren Angebot ist der GranSport, ein Sportcoupè mit 400 PS Motorleistung, eine Cabrioversion davon sowie ein schlicht Coupè genannter Sportwagen.