Nichts für Sparstrümpfe

GMC

Vielen dürften die Geländewagen von GMC nur aus älteren amerikanischen Action-Filmen bekannt sein. Aber auch wenn der Trend in Europa eher zum Sprit sparenden SUV geht: GM will mit seiner Marke fürs Grobe auf den europäischen Markt.

GMC, ursprünglich als eigenständiger Hersteller von Lastwagen gestartet, ist heute fest in den Konzern General Motors integriert und bedient hier ein eng umrissenes Marktsegment. Es werden nur SUVs, ein kleiner Lkw sowie ein Kleinbus produziert. Am ehesten bringt man die Marke in den USA mit SUVs in Verbindung, die eher Geländewagen als aufgebockte Limousinen sind. Die bislang günstigeren Benzinpreise erlauben es, die Fahrzeuge wesentlich größer und höher zu gestalten und sie stärker zu motorisieren als hiesige SUVs. Eine weitere Spezialität der Marke große Pick-Ups mit zwei bis vier (Canyon) Türen, wie man sie in Europa allenfalls von Toyota (s. das Modell Hilux) kennt. Aber auch GMC beugt sich mittlerweile dem Zeitgeist und bietet seinen bis zu 320 PS starken Yukon auch mit Hybrid-Antrieb an. Diese Technologie passt eigentlich recht gut zu SUV, da diese genügend Platz für zwei Antriebssysteme bieten.

Bisher konnte man GMC nur über den Umweg des Importes von Zwischenhändlern in Deutschland erwerben. Dies wird sich jedoch bald ändern:

Die Markenpolitik von GM war stets etwas kompliziert. In Deutschland beispielsweise, wo die typischen US-amerikanischen Formate weniger gut ankommen, verlegte sich GM auf ein einfaches Re-Badging: Die Modelle des koreanischen Herstellers Daewoo wurden ab 2005 einfach unter dem Namen Chevrolet verkauft. Nun sind die SUVs dieser Marke in Amerika ihrerseits teilweise umettikettierte Wagen von GMC. Da GM diese nun auf den europäischen Markt bringen will, wird das Label GMC hierzulande für eine konsistente Erscheinung der GM-Tochtermarken sorgen.