Ausfuhrkennzeichen

KFZ Zulassungsstellen für Exportkennzeichen aufsuchen

Mit einem Ausfuhrkennzeichen lassen sich Kraftfahrzeuge auf eigener Achse zum Verkauf ins ausland überführen. Wie andere Auto-kennzeichen werden sie von den KFZ Zulassungsstellen vergebn.

AusfuhrkennzeichenAusfuhrkennzeichen ©Wikipedia / ThorstenS

Wofür werden Ausfuhrkennzeichen genutzt und wie sehen sie aus? Kraftfahrzeuge, die aus der Bundesrepublik ausgeführt werden sollen, bekommen ein Ausfuhrkennzeichen, das in seiner Gültigkeit begrenzt ist. Die Geltungsdauer des Ausfuhrkennzeichens ist auf einem roten Feld an der rechten Seite abzulesen. Sie wird mit Tag, Monat und Jahreszahl angegeben. Die Zulassungsdauer für ein Ausfuhrkennzeichen kann zwischen 14 Tagen und einem Jahr liegen.
Ausfuhrkennzeichen sind unterschiedlich von Land zu Land. In Deutschland sind sie deutlich durch einen roten Rand markiert. Sie werden von den KFZ Zulassungsstellen ausgegeben. Sie sind auch unter der Bezeichnung Zoll- oder Exportkennzeichen bekannt.

Was wird zur Beantraung eines Ausfuhrkennzeichen von den KFZ Zulassungsstellen benötigt?

Zur Beantragung eines Ausfuhrkennzeichen sind folgende Dokumente bei den zuständigen KFZ Zulassungsstellen vorzulegen: ein gültiger Personalausweis oder Reisepass des zukünftigen Fahrzeughalters und zusätzlich eine Meldebescheinigung des Einwohnermeldeamtes. Weiterhin müssen Fahrzeugbrief, Fahrzeugschein oder Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II den KFZ Zulassungsstellen vorgelegt werden.
Die KFZ Zulassungsstellen verlangen für die Ausstellung eines Ausfuhrkennzeichen den Nachweis einer gültigen KFZ Versicherung. Dies kann durch Vorlage einer Deckungskarte erfolgen. Die KFZ Versicherer berechnen keine speziellen Prämien oder Gebühren für Ausfuhrfahrzeuge.
Mit der Ausstellung vom Exportkennzeichen wird der neue Fahrzeughalter in die vorhandenen EU-Fahrzeugpapiere eingetragen. Vorhandene Papiere nach altem Muster werden gegen EU-Fahrzeugpapiere ausgetauscht.

Welche Fahrzeuge bekommen ein Ausfuhrkennzeichen?

Vor der Genehmigung von einem Ausfuhrkennzeichen durch die KFZ Zulassungsstellen wird das Fahrzeug einer kleineren Prüfung unterzogen und begutachtet. Es können ausschließlich Fahrzeuge ein Ausfuhrkennzeichen erhalten, die sich in einem verkehrssicheren Zustand befinden und die sich aus eigener Kraft fortbewegen können. Weiterhin müssen die Fahrzeuge noch eine gültige Prüfplakette nach §29 StVZO und eine noch geltende Plakette zur Abgasuntersuchung besitzen. Fahrzeuge, die diese Vorbedingung nicht erfüllen, müssen mit dem LKW oder mit anderen Transportmitteln an ihren Bestimmungsort transportiert werden.

Ausfuhrkennzeichen gewinnen auf dem deutschen Markt zunehmend an Bedeutung. Im Jahr 2006 wurden so viele Ausfuhrkennzeichen wie nie zuvor zugeteilt. Dieser Anstieg geht auf die hohen Exportzahlen von Fahrzeugen nach Osteuropa zurück. Fahrzeuge können dort günstig repariert werden und gehen dann in den Verkauf. Nach Afrika gehen zwar mehr Fahrzeuge, doch wird der Transport auf dem Seeweg bewerkstelligt.