Kurzzeitkennzeichen

Nach Ablauf sollten Kurzkennzeichen nicht weiter genutzt werden

Ein Kurzeitkennzeichen erlaubt festgelegte Fahrten mit nicht regulär zugelassenen Fahrzeugen. Das Kurzkennzeichen ist nur für einen kurzen Zeitraum gültig.

KurzzeitkennzeichenKurzzeitkennzeichen ©Wikipedia / Strehi

Fahrzeuge, die nicht zugelassen sind und für die keine Autokennzeichen nebst entsprechendem Fahrzeugschein vorhanden sind, dürfen nicht im Straßenverkehr bewegt werden. Für alle Fälle, in denen dies dennoch notwendig ist, hat §16 der Fahrzeugzulassungsverordnung das Kurzkennzeichen vorgesehen.

Das Kurzzeitkennzeichen – wozu dient es?

Das Kurzzeitkennzeichen dient ausschließlich der Überführung eines Fahrzeugs, sowie Probefahrten und Prüfungsfahrten durch offizielle Stellen. Probefahrten finden beispielsweise beim Autohändler statt, um das Fahrzeug vor dem Kauf zu testen. Ein anderer Grund kann der Kauf eines vom bisherigen Halter bereits abgemeldeten Autos sein, wenn dieses nach dem Kauf zum eigenen Wohnort gefahren werden soll, um es dort regulär anzumelden. Prüfungsfahrten können durch den TÜV stattfinden. Ein Kurzzeitkennzeichen, fälschlich auch „rotes Kennzeichen“ genannt, darf nur bei verkehrssicheren Fahrzeugen zum Einsatz kommen.

Wie lange ist ein Kurzkennzeichen maximal gültig?

Das Kurzkennzeichen wird vom Straßenverkehrsamt ausgegeben. Die Gültigkeit beträgt maximal fünf Tage. Das Enddatum befindet sich auf dem Schild und ist im zugehörigen roten Fahrzeugschein vermerkt. Nur innerhalb dieses Zeitraums darf das Fahrzeug im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden. Der Fahrzeugschein für das Kurzkennzeichen wird üblicherweise von der ausstellenden Behörde ausgefüllt und muss mit Datum und Unterschrift versehen sein. Nach Ablauf der Gültigkeitsdauer können Kurzkennzeichen und Fahrzeugschein vernichtet werden. Beide müssen nicht zurückgegeben werden. Das Kurzzeitkennzeichen ist vorne und hinten am Auto anzubringen. Eventuell vorhandene alte Schilder, welche nicht mehr gültig sind, müssen für die Dauer der Fahrt abgeklebt werden.

Was ist zur Beantragung eines Kurzzeitkennzeichen notwendig?

Das Kurzkennzeichen wird nur für Fahrzeuge ausgegeben, die versichert sind. Bei der Beantragung ist darüber ein Nachweis zu erbringen. Weiterhin benötigt der Fahrer einen gültigen Personalausweis oder Reisepass und eine Meldebestätigung, welche vom Einwohnermeldeamt ausgestellt wird. Es ist auch möglich, ein Kurzzeitkennzeichen für eine andere Person zu beantragen. Dann müssen zusätzlich Ausweis und Meldebestätigung dieser, sowie eine Vollmacht vorgelegt werden. Wenn ein Unternehmen ein Kurzzeitkennzeichen beantragen möchte, muss eine Gewerbeanmeldung und wenn im Handelsregister eingetragen ein Handelsregisterauszug vorliegen. Dies ist in §23 der Fahrzeugzulassungsverordnung geregelt.
Der Erhalt eines Kurzkennzeichens kostet den Antragsteller eine Gebühr von 10,50 Euro. Zusätzlich muss der Antragsteller für das Kurzkennzeichen die Kosten der Prägestelle übernehmen.