Motorradkennzeichen

Moped -und Mofakennzeichen - welche Besonderheiten haben sie?

Die Kennzeichen für Zweiräder sind je nach Hubraum unterschiedlich. Das Motorradkennzeichen ähnelt dem Autokennzeichen, während das Mopedkennzeichen und Mofakennzeichen viel simpler aufgebaut ist.

MotorradkennzeichenMofa-Versicherungskennzeichen der Jahre 2002, 2003, 2004 ©Wikipe

 

Mofas und Mopeds haben ein einheitliches Kennzeichen. Mofakennzeichen und Mopedkennzeichen sind zweizeilig, hochformatig und deutlich kleiner als das Motorradkennzeichen. Es gilt für Zweiräder mit einem Hubraum bis 50 ccm und einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Einzige Ausnahme mit einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h sind Mopeds und Mofas, die in der ehemaligen DDR produziert wurden und bereits vor dem 01.03.1992 angemeldet waren. Mofakennzeichen und Mopedkennzeichen haben keinen Ortsbezug. Sie zeigen lediglich eine dreistellige Ziffer, die auf das Versicherungsjahr bezogen ist, und eine dreistellige Buchstabenkombination der Versicherung, bei der die Kraftfahrzeug-Versicherung abgeschlossen wurde.

Wer händigt die Mofakennzeichen und Mopedkennzeichen aus und wie lange sind sie gültig?

Das Mofakennzeichen und das Mopedkennzeichen werden direkt vom Versicherer ausgehändigt und sind immer für ein Versicherungsjahr gültig. Der Zeitraum eines Versicherungsjahres ist jeweils vom 01. März bis zum 28. bzw. 29. Februar des darauf folgenden Jahres. In einem festen Turnus haben die Kennzeichen die Farben schwarz, blau und grün. Um zu verhindern, dass ein Kennzeichen nach drei Jahren wieder verwendet wird, ist das gültige Jahr im unteren Rand eingedruckt. Die aktuellen Mofakennzeichen und Mopedkennzeichen werden dem Halter nach Ablauf des Jahres mit der neuen Versicherungspolice zugestellt. Es ist die Pflicht des Halters, den Wechsel des Kennzeichens rechtzeitig durchzuführen, da es sonst beim Schadensfall Probleme mit Haftung geben kann.

Motorradkennzeichen – Welche Maße sind möglich?

Seit dem 01.01.2000 tragen auch Motorradkennzeichen das Europa-Symbol. Seitdem ärgern sich viele Motorradfahrer über die Maße der angeblichen „Kuchenbleche“. Das maximale Maß des zweizeiligen Kennzeichens beträgt 280 x 200 mm. Laut Straßen-Verkehrs-Ordnung müssen bei dem Motorradkennzeichen bestimmte Maße eingehalten werden, um eine Mindestablesemöglichkeit zur Identifizierung der oft sehr schnellen Zweiräder sicherzustellen. Wenn der Raum für ein normal großes Motorradkennzeichen nicht gegeben ist, kann je nach Zulassungsstelle ein Schild mit Engschrift oder im US-Format genehmigt werden. Allerdings dürfen die Mindestmaße von 200 x 200 mm nicht unterschritten werden. Ansonsten ist der Aufbau wie beim Auto mit Ortsbezug und TÜV- und ASU-Siegel. Außerdem besteht die Möglichkeit, so genannte Saisonkennzeichen einzusetzen. Saisonkennzeichen eignen sich besonders bei Motorrädern, da diese meist nur in der warmen Jahreszeit gefahren werden und der Halter dann auch nur für diesen Zeitraum, z. B. von März bis Oktober, die Versicherungsbeiträge zahlen muss.