Rote Kennzeichen

Welche Bedeutung haben rote Nummernschilder?

Wenn Sie Rote Kennzeichen als Überführungskennzeichen nutzen wollen, beachten Sie bitte, dass rote Nummernschilder Sie in einigen belangen einschränken.

Rote KennzeichenRote Kennzeichen ©Wikipedia / TheFlyingDutchman

Wie sehen rote Kennzeichen aus? Anders als bei herkömmlichen Kennzeichen sind bei roten Kennzeichen rote Zahlen auf einem weißen Hintergrund. Außer dem Zulassungskürzel der jeweiligen Stadt haben rote Nummernschilder noch eine Zahlenkombination.

Wofür dürfen rote Nummernschilder verwendet werden?

Der Gesetzgeber hat die Verwendung von roten Kennzeichen in der StVZO klar definiert. Demnach dürfen rote Nummernschilder für Probefahrten und zur Überführung eines Kraftfahrzeugs in eine andere Stadt verwendet werden. Eine Probefahrt dient zur Überprüfung der Fahrtüchtigkeit des Autos. Die Zahlenkombination auf den roten Kennzeichen fängt mit einer 06 oder 07 an. Händler und Kfz-Betriebe nutzen die Nummer o6. Privatpersonen dürfen rote Nummernschilder nur noch zu kurzzeitigen Überführungsfahrten nutzen, da sie in der Vergangenheit zu kriminellen Zwecken missbraucht worden sind. Rote Kennzeichen mit der 07 gelten ausschließlich für Oldtimer. Die müssen ein Alter von mehr als 30 Jahren haben. Auch in diesem Fall dürfen rote Nummernschilder lediglich zu Probefahrten und Überführungsfahrten genutzt werden. Das gilt nur für Oldtimer, die auch verkehrstüchtig sind.

Rote Nummerschilder im Ausland erst nach Absicherung einsetzen

Rote Nummernschilder werden auch für Roller, Kleinkrafträder, Mofas und elektrisch betriebene Rollstühle ausgegeben. Sie dürfen auch hier lediglich für Probe,- und Überführungsfahrten genutzt werden.
Aufgrund von internationalen Abkommen dürfen rote Kennzeichen auch in verschiedenen Ländern eingesetzt werden. Doch bevor diese verwendet werden, sollten sich die Besitzer eines solchen roten Kennzeichens erst informieren, ob sie in dem jeweiligen Land auch verwendet werden dürfen. Denn rote Nummernschilder sind nicht überall offiziell anerkannt und es können bei der Verwendung Probleme auftreten.

Wer darf rote Kennzeichen beantragen?

Zuverlässige Händler, Hersteller und Kfz-Werkstätten dürfen rote Kennzeichen beantragen. Vor der Herausgabe werden sie auf ihre Zuverlässigkeit überprüft. Zur Prüfung können die Daten vom Finanz,- und Steueramt sowie die Schuldnerdatei vom Amtsgericht herangezogen werden. Es gilt der Ort, an dem der Antragsteller in den vergangen fünf Jahren wohnhaft war oder dort, wo er sein Gewerbe betrieben hat.
Rote Kennzeichen müssen deutlich sichtbar am Fahrzeug angebracht werden. Sollten noch andere Kennzeichen am Auto vorhanden sein, müssen diese abgedeckt werden. Das Ausstellen von roten Kennzeichen ist gebührenpflichtig. Diese sind vom Empfänger zu tragen. Die Kosten belaufen sich auf zirka 15,- Euro. Hinzu kommen noch die Kosten für die Prägung. Es versteht sich von selbst, dass das Fahrzeug, an dem rote Nummernschilder angebracht werden, auch dementsprechend verkehrstüchtig sein muss. Rote Nummernschilder sind nur begrenzt gültig.