Korrekte Ladungssicherung im Auto per Spanngurt

Spanngurte fixieren Ihre Ladung sicher und dauerhaft

Ladungssicherung ist nicht nur bei Lastwagen, sondern auch im Auto ein Thema. Dass Sie keine Gegenstände auf die Hutablage legen sollen, da sich erstere bei Notbremsungen zu gefährlichen Geschossen entwickeln können, wissen Sie längst. Doch ist das schon alles?

Korrekte Ladungssicherung im Auto per SpanngurtDer neue Fiat Ducato ©Fiat Group Automobiles Germany

Zur Ladungssicherung im Auto haben Sie keine Freunde. Außer solide Spanngurte. Vergessen sie die bei Fahrrädern beliebten elastischen Gurte mit Drahthaken – die bringen es bei der Fixierung schwererer Gegenstände einfach nicht. Gleiches gilt für die mit unter als originales Kfz-Zubehör erhältlichen Spannnetze für den Kofferraum. Sie dienen weniger der tatsächlichen Ladungssicherung als dem Schaffen von Ordnung. Wenn Sie schwere Güter wie Möbel auf dem Dachgepäckträger, dem Anhänger oder im Kofferraum zu befördern gedenken, achten Sie neben der Dachlast darauf, womit Sie die flach verpackte 30-Kilo-Kommode denn befestigen wollen. Lassen Sie die Finger von Seilen, einen ordentlichen Knoten werden Sie ohne entsprechende Vorbildung – etwa aus der Seefahrt – in der regel nicht hinkriegen. Also heißt es wieder: Spanngurt.

Was ist bei Kauf und Benutzung von Spanngurten zu beachten?

Lassen Sie sich beim Spanngurt-Kauf vom Fachhändler beraten, welche Reißfestigkeiten Sie für Ihre Zwecke benötigen. Spanngurte gibt es in zwei Ausführungen. Billige mit niedriger Reißfestigkeit kommen mit einem Spannschloss, wie es auch von Rucksacktaschen bekannt ist. Besorgen Sie sich die guten mit mehr Tragkraft und einer Ratsche. Die macht das Spannen vom Gurt sehr einfach und sehr sicher. Abhängig vom Anwendungsbereich kommen Spanngurte ohne oder mit Endbeschlägen. Üblich sind Spitzhaken, Spitzhaken mit Verschluss, Klauenhaken, Rahmenhaken, Flachhaken, Triangel (Bügel, Öse) sowie Triangelhaken. Für universelle Verwendung sind letztere oft die beste Wahl. Wenn Sie im Kofferraum ihres Autos Verzurrösen zur Ladungssicherung haben, stellen Sie beim Anschaffen der Spanngurte sicher, dass Haken und Ösen von der Größe her zusammenpassen. Wenn die Gurte nach einem Regeneinsatz nass geworden sind, lassen Sie sie vor dem Aufrollen trocknen. Bewahren Sie sie dunkel und kühl auf, das mögen sie am liebsten. Gönnen Sie den beweglichen Teilen der Ratsche von Zeit zu Zeit mal ein Tröpfchen Öl.

Gesetzliche Situation zur Ladungssicherung in Deutschland

Selbstverständlich gibt es zur ordnungsgemäßen Beladung eines Fahrzeugs entsprechende Gesetzestexte. Hier ein Abschnitt von Paragraph 22 der deutschen Straßenverkehrs-Ordnung (StVO): „Die Ladung einschließlich Geräte zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen sind so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können.“ Wenn Sie das alles hier für übertriebenen Schnickschnack halten, hilft womöglich ein weiterer Blick in die Gesetzestexte: Wurde bei Verkehrsunfall wegen ungenügend gesicherter Ladung lediglich Sachschaden verursacht, flattert eine Anzeige wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit mit Bußgeld und Punkten in Flensburg ins Haus. Wurden dabei Menschen verletzt oder gar getötet, dürfen Sie eine Strafanzeige mit Geld- oder Freiheitsstrafe erwarten.