Umweltcheck – So ermitteln Sie Ihre Feinstaubplakette

Ohne Feinstaubplakette sind Umweltzonen zu meiden

Ob die Feinstaubplakette, die über Einlass oder Verbot für Umweltzonen entscheidet, sinnvoll ist, sei dahingestellt. Faktisch kommen Sie als Besitzer eines vierrädrigen Autos jedoch kaum um den Erwerb einer Feinstaubplakette herum.

Umweltcheck – So ermitteln Sie Ihre FeinstaubplaketteUmweltzone nur mit Feinstaubplakette befahrbar ©Wikimedia/Psycho

Für die Einfahrt in eine Umweltzone wird eine grüne Feinstaubplakette verlangt? Dann müssen Sie sich wohl oder übel eine Feinstaubplakette kaufen, auch wenn Sie diese danach möglicherweise nie wieder benötigen. Zwar besteht keine grundsätzliche Pflicht zum Erwerb einer Feinstaubplakette, doch werden Sie mit 40 Euro zur Kasse gebeten, wenn Sie in einer Umweltzone ohne erwischt werden. Zusätzlich bekommen Sie eine Gutschrift von einem Punkt auf Ihr KBA-Konto in Flensburg. Glücklicherweise ist der Kauf einer Umweltplakette einmalig pro Fahrzeug, sodass die Ausgaben sowohl überschaubar als auch im Rahmen bleiben: Die Feinstaubplaketten lassen sich für einen Preis von höchstens sieben Euro unter anderem über die Zulassungsbehörden, die Prüfdienste wie TÜV, GTÜ, KÜS, Dekra und zur Abgasuntersuchung berechtigte Kfz-Werkstätten beziehen. Letztere sind allerdings frei in der Preisgestaltung. Einige Verwaltungen und Werkstätten ermöglichen zudem eine Online-Bestellung

Per Schlüsselnummer die Feinstaubplakette ermitteln

Recht unkompliziert können Sie Ihre Feinstaubplakette ermitteln: Ihre in diesem Zusammenhang nötige Schadstoffklasse finden Sie auf Ihrem Fahrzeugschein auf Seite 6 unter Position 14 und 14.1. Bei einem in Deutschland zugelassenen Kraftfahrzeug müssen Sie diesen oder den Fahrzeugbriefs respektive die Zulassungsbescheinigung bei der die Umweltplakette ausstellenden Institution vorzeigen. Wer einem Lkw-Maut-pflichtigen Nutzfahrzeuge eine Plakette beschaffen will, muss darüber hinaus auch die entsprechenden Dokumente zur Vorlage mitführen. Oldtimer mit H-Kennzeichen, Alte Fahrzeuge mit Dieselmotor oder mit Ottomotor ohne geregelten Katalysator erhalten keine Feinstaubplakette. Die im Autozubehör-Handel mitunter erhältliche schwarzen Plaketten haben keinerlei Verbindlichkeit und dienen allein der Individualisierung des Fahrzeugs. Plakettenlos gehen Kfz mit folgenden Emissionsschlüsselnummern aus:

  • Fahrzeuge mit Ottomotor: 0, 03–13, 15, 17, 88, 98
  • Fahrzeuge mit Dieselmotor: 0-24, 34, 40, 77, 88, 98

Wer bekommt eine grüne Feinstaubplakette?

Nachdem Sie nun ihre Feinstaubplakette ermitteln können, wird es Sie als Eigentümer eines benzinbetriebenen Autos erleichtern, dass Sie praktisch immer eine grüne Umweltplakette kaufen können. Da Dieselmotoren wesentlich mehr Feinstaub emittieren, fallen die Zuordnungen hier strenger aus.

Schadstoffgruppe 2 (rote Feinstaubplakette)

Emissionsschlüsselnummern:

  • Fahrzeuge mit Ottomotor: (nicht vorgesehen)
  • Fahrzeuge mit Dieselmotor: 25–29, 35, 41, 71

Schadstoffgruppe 3 (gelbe Feinstaubplakette)
Emissionsschlüsselnummern:

  • Fahrzeuge mit Ottomotor: (nicht vorgesehen)
  • Diesel: 30, 31, 36, 37, 42, 44–52, 72
  • Diesel PM1 (Partikelminderungsstufe): 14, 16, 18, 21, 22, 25–29, 34, 35, 40, 41, 71, 77

Schadstoffgruppe 4 (grüne Feinstaubplakette)
So gut wie alle Benziner mit geregeltem Katalysator (G-Kat) oder Kfz mit Flüssiggas, Erdgas- oder Ethanolantrieb
Emissionsschlüsselnummern:

  • Benziner: 01, 02, 14, 16, 18–70, 71–75, 77
  • Diesel: 32, 33, 38, 39, 43, 53–70, 73–75
  • Diesel mit Partikelfilter
  • PM1: 49-52, 27
  • PM2: 30, 31, 36, 37, 42, 44–48, 67–70
  • PM3: 32, 33, 38, 39, 43, 53–66