Mit dem Audi TT 2014 unterwegs in Südspanien

Mit dem Audi TT 2014 unterwegs in Südspanien

Wäre unklug, Audis Angebot für einen Fahrbericht in Malaga auszuschlagen. Denn der neue Audi TT geht richtig kernig zur Sache. Nicht nur Akustik, sondern auch Design, Bedienkonzept und Fahrdynamik.

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Dass die dritte Audi TT-Reihe so massiv an Agilität zugenommen hat, ist dem deutlich verbesserten ESC zu verdanken, das den die kurveninneren Räder wesentlich stärker abbremst und so das Einlenkverhalten deutlich verbessert. Gerade der Fronttriebler, der zu unserer Freude eine Vorderachs-Differentialsperre aufweist, zeichnet sich dank dieser sinnreichen Kombination nicht durch lästiges Untersteuern aus, sondern flitzt neutral und fordernd durch die Kurven: Tritt drauf, ich bring uns da schon durch. Riesenpluspunkt beim Audi TT-Test dafür, dass es der Verzicht auf den quattro-Antrieb inzwischen keineswegs mehr ein Verzicht auf knackiges Fahrverhalten sein muss.

Impressionen vom Audi TT-Test ©Arild Eichbaum Impressionen vom Audi TT-Test ©Arild Eichbaum

Der neue Audi TT erweist sich als Sportskanone

Kaum ist der neue TT 2.0 TFSI raus aus der Stadt, senkt sich der Gasfuß bis zum Anschlag und wird nur zum Kuppeln etwas zurückgenommen. Unser Flitzer mit 169 kW/230 PS und 370 Nm verfügt nämlich über das manuelle Sechsgang-Getriebe, das mit kurzen Schaltwegen sowie der leichtgängigen und präzisen Führung ein echter Quell der Freude ist. Und auf der gewundenen Serpentinenstraßen hinter Marbella ist ständig hoch- oder runterzuschalten. Dass der neue Audi TT ein sensationell straff, aber zugleich nicht unkomfortabel abgestimmtes Fahrwerk besitzt, kommt der frühmorgendlichen Knallerei durch die Kehren sehr zugute. Der satte Durchzug, der den TT 2014 in 6,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h schiebt, macht den Parforceritt vor Sonnenaufgang noch rasanter, die optionalen Matrix-LED-Scheinwerfer noch sicherer. Gut, dass einige Kilometer im Voraus auf Blitzer hingewiesen wird.

Impressionen vom Audi TT-Test ©Arild Eichbaum Impressionen vom Audi TT-Test ©Arild Eichbaum

Das virtual cockpit vom Audi Sportwagen ist großartig

Jeden Gasbefehl quittieren Tacho und Drehzahlmesser im Audi TT mit geschmeidig wandernden Nadeln an. Ihre Natur ist allerdings virtuell – genau wie ihre komplette Umgebung, das Audi virtual cockpit. Das digitale Kombiinstrument löst die analogen Armaturen und den MMI Monitor des Vorgängers ab. Das 12,3-Zoll-Display zeigt in der klassischen Ansicht Tacho und Tourenzähler im Großformat , im Infotainment-Modus wird insbesondere die Navigationskarte wesentlich größer dargestellt. Der neue Audi TTS verfügt noch über eine dritte, besonders sportliche Einstellung, die den im Motorsport besonders bedeutsamen Drehzahlmesser allein ins Zentrum bringt. Nach kurzer Eingewöhnung gefällt das neue System im TT 2014 vollends, wozu auch das einfacher aufgebaute MMI beiträgt.

Impressionen vom Audi TT-Test ©Arild Eichbaum Impressionen vom Audi TT-Test ©Arild Eichbaum

Der Audi TT Test endet mit tadellosem Fazit

Die Audi TT Probefahrt brachte keine Mängel zutage – im neuen TT 2.0 TFSI fand sich einfach nichts zu bemängeln. Er lässt sich sehr engagiert pilotieren, die Materialien im Innenraum sind hochwertig und haptisch ansprechend, ihre Verarbeitungsqualität ebenso. Außerdem reist es sich mit dem kompakten Spross des modularen Querbaukastens so bequem, dass auch lange Touren keine unangenehmen Strapazen bedeuten. Der Alltagstauglichkeit profitiert vom auf 305 Liter gewachsenen Gepäckraum. In der Praxis fällt das Ladevolumen indes erheblich größer aus, denn die Rücksitze werden bestenfalls mal kleine Kinder benutzen. Wem zwei vollwertige Sitzplätze langen und die Kompensation dieses Verzichts durch reichliche Fahrdynamik zusagt, der wird den TT 2014 sehr zu schätzen wissen.

Impressionen vom Audi TT-Test ©Arild Eichbaum Impressionen vom Audi TT-Test ©Arild Eichbaum

Bilder: Impressionen vom Audi TT-Test ©Arild Eichbaum