Kfz-Steuer bei E-Autos

Elektroautos genießen noch einige Zeit Steuerbefreiung
Kfz-Steuer bei E-Autos

Elektroautos sollen nach Ansicht vieler die individuelle Mobilität der Zukunft garantieren, sind sie dich zumindest lokal emissionsfrei unterwegs. Um Kunden für die vergleichsweise teuren E-Autos anzulocken, musste die Kfz-Steuer erst einmal ausfallen.

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Tatsächlich muss in Deutschland keine Kfz-Steuer bei E-Autos entrichtet werden – sofern das Elektroauto zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2015 zum ersten Mal zugelassen wird. In diesem Fall kommt der Besitzer des Elektroautos in den Genuss, zehn Jahre lang keinen Cent an die Kfz-Steuer bezahlen zu müssen. Diese Steuerbefreiung gewährt der Staat jedoch für jedes Elektrofahrzeug nur einmal. Wer zum Beispiel einen zwei Jahre alten Gebrauchtwagen kauft, zahlt weitere acht Jahre keine Kfz-Steuer. Die Begünstigung der surrenden Stromer ist allerdings nicht endlich und läuft Schritt für Schritt aus: Ab dem 1. Januar 2016 neu zugelassene E-Mobile erfreuen sich nur noch fünf Jahre lang einer Steuerbefreiung. Ab dem Jahr 2021 wird dann die volle Kfz-Steuer erhoben werden – wie auch immer diese aussehen mag.

Zusätzliche Einsparungen zur Kfz-Steuer bei E-Autos

Weitere Einsparungen lassen sich bei Elektroautos machen, die als Dienstwagen genutzt werden. Dafür sorgt nicht die nicht erhobene Kfz-Steuer bei E-Autos, sondern das Amtshilferichtlinie-Umsetzungsgesetz. Es soll bewirken, dass Fahrer eines Dienstwagens mit E-Maschine steuerlich nicht mehr benachteiligt werden. So ermöglicht das neue Gesetz es Ihnen als Fahrer eines Elektro-Dienstwagens, dass Sie den Preis des Batteriesystems vom Listenpreis des Fahrzeugs subtrahieren dürfen. Einen Haken – oder Vorteil, ja nachdem, ob in Ihrem Wagen der Batteriepreis separat ausgewiesen ist – hat dies natürlich auch: Sie können Allerdings nicht die tatsächlichen Kosten abziehen, sondern lediglich Pauschalbeträge. Bis Ende 2014 dürfen Sie den Bruttolistenpreis um 450 Euro pro Kilowattstunde der Batteriekapazität vermindert werden – maximal aber um 9.500 Euro.

Pauschaler Abzug der Batteriekapazität von Elektroautos sinkt Jahr für Jahr

Weniger Sparen können Sie allerdings, wenn Sie sich erst in Zukunft ein elektrisch betriebenes Dienstfahrzeug kaufen wollen. Denn die Pauschale wird bis 2023 jedes Jahr um 50 Euro je Kilowattstunde Batteriekapazität gekürzt. Hier ein Rechenbeispiel: Wenn Sie sich erst im Jahr 2015 ein Elektroauto zulegen, können Sie den Listenpreis nur noch um 400 Euro je Kilowattstunde reduzieren, höchstens aber um 9.000 Euro. Auch wenn Sie ein Auto mit Plug-In-Hybrid-Antrieb als Dienstwagen nutzen, dürfen Sie den Bruttolistenpreis um die Pauschalbeträge bezüglich der Batteriekapazität reduzieren. In die sprichwörtliche Röhre gucken all jene Autofahrer, die sich ein Hybridauto ohne Steckdosenanschluss angeschafft haben. Aus steuerlicher Sicht gehen sie leer aus, denn anders als für Plug-in-Hybriden sieht der Staat für diese Art von Hybridautos keinerlei spezielle Steuervergünstigung vor. Hier lässt sich allein an der Tankstelle sparen.

Bild: Ein Elektroauto an der Ladestrippe ©flickr/the rabbit